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Maduro bricht alle Beziehungen zu Kolumbien ab

23.2.2019 20:49 Uhr

Staatschef Nicolas Maduro geht auf vollen Konfrontationskurs und das nicht nur in seinem eigenen, zerrissenen Land. So hat er nun alle Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen, das Land faschistisch genannt und den Diplomaten 24 Stunden Zeit gegeben, Venezuela zu verlassen.

Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro hat den Abbruch aller diplomatischer Beziehungen zu Kolumbien verkündet. Bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas sagte Maduro am Samstag, die "faschistische Regierung von Kolumbien" müsse all ihre diplomatischen Vertreter binnen 24 Stunden aus Venezuela abziehen. Er reagierte damit auf die Unterstützung der kolumbianischen Regierung für Venezuelas selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó und ausländische Hilfslieferungen nach Venezuela.

Der Machtkampf in Venezuela spitzt sich mehr und mehr zu

Der Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó spitzt sich immer weiter zu. Wie vorab angekündigt, wurden am Samstag ausländische Hilfsgüter für die venezolanische Bevölkerung aus Kolumbien und Brasilien auf den Weg gebracht. Venezolanische Sicherheitskräfte stellten sich dem entgegen, an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien gab es gewaltsame Ausschreitungen mit Verletzten.

Die Lebensmittel und Medikamente sollen von tausenden Freiwilligen an bedürftige Venezolaner verteilt werden. In dem südamerikanischen Land herrscht trotz seines Ölreichtums eine Wirtschaftskrise mit akuten Versorgungsengpässen. Venezuelas umstrittener Staatschef Maduro lehnt die Hilfslieferungen strikt ab. Er prangert sie als Vorwand an, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werden solle. Am Freitag hatte seine Regierung große Teile der Grenze zu Kolumbien geschlossen.

(ce/afp)