epa/Jeff J. Mitchell

Macron soll in Teheran vermitteln

25.8.2019 15:28 Uhr

Einen Krieg mit dem Iran wollen die G7-Staaten unbedingt verhindern. Die Staats- und Regierungschefs der G7 beauftragten Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, eine Botschaft an Teheran zu richten, verlautete am Sonntag aus französischen Diplomatenkreisen am Rande des G7-Gipfels in Biarritz.

Die USA wollen den Iran mit maximalem politischen und wirtschaftlichen Druck zu einem Kurswechsel in der als aggressiv erachteten Außenpolitik zwingen. Die Wiedereinführung von Sanktionen hat bislang aber nur die Spannungen in der Region weiter angeheizt. Macron ist derzeit Vorsitzender des G7-Staatenclubs. Der 41-Jährige sieht sich schon länger als Vermittler in der gefährlichen Krise.

Iran darf keine Atomwaffen besitzen

Die Chefs der sieben Industrieländer besprachen die Iran-Krise bereits bei einem Abendessen am Samstagabend. Sie stimmten überein, dass Iran keine Atomwaffen bekommen darf, hieß es aus den Kreisen. Zudem müsse die Lage in der Region beruhigt und ein Weg für den Dialog gefunden werden.

Macron hatte unmittelbar vor Gipfelbeginn mit seinem US-Kollegen Donald Trump über die Krise gesprochen. Paris schwebt den Kreisen zufolge eine "Pause" vor, in der es Teheran gestattet werden soll, eine bestimmte Menge von Öl zu exportieren. Gleichzeitig soll der Iran seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen wieder einhalten. Die USA waren aus diesem Abkommen ausgestiegen.

(an/dpa)

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