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Macron: Eine neue Eiche für Trump

12.6.2019 13:17 Uhr

Bei einem Staatsbesuch brachte der französische Staatschef Emmanuel Macron US-Präsident Macron einen Setzling mit, den die beiden gemeinsam einpflanzten. Doch das Bäumchen ging, sehr zum Amusement vieler kritischer Beobachter, ein. Für Macron ist das kein Beinbruch: "Ich werde eine andere schicken, das ist kein Drama", sagte der französische Präsident am Dienstagabend im Schweizer Fernsehender SRF.

Hartes Regime

Er fügte mit Blick auf den eingegangenen Setzling lächelnd hinzu: "Der Arme hat nicht überlebt, weil er wohl einem etwas harten Regime unterzogen wurde."Macron hatte die junge Eiche im April 2018 als Gastgeschenk zu einem Staatsbesuch in Washington mitgebracht. Der Baum wies auf die Freundschaft beider Länder hin: Er stammte aus einem nordfranzösischen Wald, in dem im Ersten Weltkrieg mehr als 2000 US-Soldaten im Kampf gegen die Deutschen getötet worden waren.Trump und Macron pflanzten den Setzling im Garten des Weißen Hauses, die gemeinsame Gartenarbeit sollte sinnbildlich für die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Präsidenten stehen. Der Baum wurde dann aber wieder ausgegraben und, wie in den USA üblich, in Quarantäne genommen.

In Quarantäne eingegangen

Dort ging er ein, wie kürzlich bekannt wurde. Kommentatoren stuften das augenzwinkernd als Symbol für die kriselnden Beziehungen zwischen den USA und den Europäern ein. Zuletzt hatten sich Trump und Macron bei den Gedenkfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie getroffen.Macron wies den Symbolgehalt des Baumtods im Schweizer Fernsehen zurück. "Man sollte nicht dort ein Symbol sehen, wo es keines gibt", sagte der Präsident. "Das Symbol war es, ihn (den Baum) gemeinsam einzupflanzen."

(be/afp)

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