Symbolbild: imago images / ZUMA Press

Machen soziale Medien Jugendliche unzufriedener?

8.5.2019 18:06 Uhr

Die sozialen Medien-Nutzung wirkt sich kaum auf die Lebenszufriedenheit von Jugendlichen aus. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Hohenheim und Oxford herausgefunden.

Für die Studie "Understanding Society" haben die Forscher über acht Jahre hinweg Angaben von Jugendlichen ausgewertet - insgesamt 5492 Teenager im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Den Autoren zufolge liegt der Einfluss auf deren Lebenszufriedenheit bei weniger als einem Prozent.

Nur eine "ganz schwache Wechselwirkung"

Es gebe nur eine "ganz schwache Wechselwirkung" zwischen dem Konsum sozialer Medien und der Lebenszufriedenheit, erklärt Tobias Dienlin, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Hohenheim. Bei zunehmendem Konsum sinke die Lebenszufriedenheit geringfügig. Gleichzeitig steige bei sinkender Zufriedenheit in leichtem Maße der Konsum von Facebook und Co. "Die Effekte scheinen dabei für Mädchen etwas ausgeprägter zu sein als für Jungen", heißt es.

Acht Jahre lang hatten Jugendliche regelmäßig angegeben, wie viele Stunden sie an einem Schultag mit sozialen Medien verbrachten und wie hoch die aktuelle Lebenszufriedenheit war. Diese bewerteten sie auf einer siebenstufigen Skala für verschiedene Bereiche wie Freundschaften, das Aussehen oder die familiäre Situation.

(gi/dpa)

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