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Maas ruft Türkei und Griechenland zu Kompromissen auf

26.8.2020 10:04 Uhr

Es ist keine einfache Reise, die der deutsche Außenminister Heiko Maas angetreten hat. Der Vermittlungsversuch zwischen der Türkei und Griechenland erweist sich als schwierig, auch, wenn beide Seiten grundsätzlich den Willen zum Dialog zeigen. Maas rief beide Parteien zu Kompromissen auf.

"Die Situation ist hoch riskant", sagte Maas nach seinem Besuch in Athen. "Wer sich immer näher auf den Abgrund zubewegt, der kann irgendwann dann auch hinunterfallen." Es benötige "sichtbare Schritte" zur Deeskalation. Die Lage im östlichen Mittelmeer habe sich zu einem "Spiel mit dem Feuer" entwickelt. "Jeder noch so kleine Zündfunke kann zu einer Katastrophe führen", so Maas.

Grundsätzlich zu Gesprächen bereit

Während der griechische Außenminister Dendias Sanktionen fordere und Griechenland seine Grenzen schützen werde, sei man zum Dialog bereit, solange die "Bedrohung durch die Türkei beendet" werden würde. Der türkische Außenminister Cavusoglu wiederum machte deutlich, dass auch die Türkei grundsätzlich zu Gesprächen bereit sei – aber nicht, wenn Griechenland im Vorfeld Maximalforderungen oder Vorbedingungen stelle. Er schickte eine deutliche Warnung an Athen: "Wenn Ihr einen falschen Schritt macht, dann werden wir diesmal ohne Bedenken tun, was nötig ist."

Besuch beim griechischen Ministerpräsidenten

Heiko Maas traf sich am Dienstag auch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis.

Im Anschluss an die Treffen in Griechenland und der Türkei sagte Maas, dass man eine "verbindliche und friedliche Lösung" finden müsse, was aber nur mit "ernsthaften und lösungsorientierten" Gesprächen möglich sei. Allerdings habe er "an allen Orten" gehört, dass die "Bereitschaft zum Dialog" bestehe.

(be/dpa/dha)

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