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Maas: Krise in Venezuela soll vor den UN-Sicherheitsrat

25.1.2019 21:12 Uhr

Der UN-Sicherheitsrat soll sich mit der Krise in Venezuela befassen, dafür hat sich nun Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) ausgesprochen. Maas unterstützte am Freitag bei seinem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York den Antrag der USA, bereits an diesem Samstag eine Dringlichkeitssitzung zu dem Thema einzuberufen. Es ist noch unklar, ob die Vetomächte China und Russland einwilligen.

Maas geht bei einem Zustandekommen der Sitzung nicht davon aus, dass es auf Anhieb konkrete Ergebnisse geben wird. «Es wird erst der Auftakt der Befassung des Sicherheitsrats sein», sagte er. Sollte die Sitzung stattfinden, wird voraussichtlich US-Außenminister Mike Pompeo teilnehmen. Auch Maas behält sich eine Teilnahme vor. Er wolle die Entwicklung am Freitag abwarten und sich mit den europäischen Partnern abstimmen, sagte er.

Deutschland ist wechselndes Mitglied des UN-Sicherheitsrats

Deutschland ist seit 1. Januar für zwei Jahre eines der zehn wechselnden Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Daneben gibt es fünf ständige Sitze. Maas nahm am Freitag zum ersten Mal für Deutschland an einer Sitzung des Gremiums teil, bei der er es um Klimaschutz ging.

In Venezuela konkurriert der bisherige Oppositionsführer und selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó mit Staatschef Nicolás Maduro um die Macht. Deutschland hat sich am Freitag klar an die Seite Guaidós gestellt, der eine Neuwahl erreichen will.

(an/dpa)

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