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Maas findet Verhalten der Türkei im Mittelmeer "mehr als ärgerlich"

16.10.2020 10:39 Uhr

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat erneut das Verhalten der Türkei im Konflikt im östlichen Mittelmeer kritisiert. Die erneute Entsendung des türkischen Forschungsschiffes "Oruc Reis" sei "mehr als ärgerlich - auch für uns in unserer Vermittlerrolle", sagte Maas am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian und dem polnischen Außenminister Zbigniew Rau in Paris.

Dennoch glaube man, so Maas weiter, dass dieser Konflikt nicht mit Kriegsschiffen zu lösen sei, sondern nur durch direkte Gespräche. Man erwarte nun, dass es bald Fortschritte gebe. "Und wenn es die nicht gibt, wird sich die Europäische Union Fragen stellen müssen - wie man damit umgeht und welche Konsequenzen das hat." Man werde noch eine Woche abwarten, um zu sehen, ob es Fortschritte gebe, ansonsten müsse man sich als EU erneut zusammensetzen.

Frankreichs Außenminister Le Drian monierte auch mit Blick auf den Konflikt in der Region Berg-Karabach im Südkaukasus, dass die Türkei pausenlos provoziere. Die EU hat wiederholt der Türkei mit Sanktionen gedroht, sollten die Erkundungsfahrten des türkischen Forschungsschiffes "Oruc Reis" in dem Gebiet im östlichen Mittelmeer andauern. Maas hatte sich bereits am Dienstag in Athen enttäuscht über die Haltung der Türkei gezeigt. Griechenland und die Türkei hatten unter Vermittlung Berlins Sondierungsgespräche zu diesem Streit vereinbart.

(be/dpa)

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