epa/Martial Trezzini

Maßnahmen gegen den Iran möglich

21.7.2019 16:20 Uhr

Nach den Tankervorfällen im Persischen Golf prüft Großbritannien eine "Reihe von Optionen" gegen den Iran. Das sagte Verteidigungsstaatssekretär Tobias Ellwood am Sonntag dem Nachrichtender Sky News. Der Nationale Sicherheitsrat (Cobra) hatte zuvor zwei Mal über die gefährliche Situation beraten.

Außenminister Jeremy Hunt will die diplomatischen oder wirtschaftlichen Maßnahmen gegen Teheran am Montag bekanntgeben. Unbestätigten Medienberichten zufolge könnte auch das Einfrieren von iranischem Vermögen eine der Möglichkeiten sein. Das Außenministerium in London wollte zunächst keine Stellungnahme dazu abgeben.

"Ernsthafte Konsequenzen" für Teheran

Militärische Aktionen hatte Hunt bereits zuvor abgelehnt, aber er hatte im Schulterschluss mit den USA mit "ernsthaften Konsequenzen" gedroht. Tief enttäuscht zeigte der Außenminister sich über ein Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif. "Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein", sagte Hunt Journalisten nach dem Gespräch. Dennoch sei Deeskalation weiter der richtige Weg.

Iran hatte den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" am Freitag festgesetzt. Britische Medien veröffentlichten von dem Vorfall am Wochenende Audioaufnahmen. Der Iran scheine einen "gefährlichen Weg des illegalen und destabilisierenden Verhaltens" zu beschreiten, schrieb Hunt im Kurznachrichtendienst Twitter. Der Tanker sei rechtswidrig in den Gewässern des Omans gestoppt worden.

Die Regierung in London forderte britische Schiffe auf, die Straße von Hormus und umliegende Gewässer zu meiden. Die Meerenge im Golf von Oman ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Ein großer Teil des globalen Ölexports wird durch dieses Nadelöhr verschifft.

(an/dpa)

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