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Luxusyachten made in Antalya auf allen Weltmeeren unterwegs

24.1.2019 13:04 Uhr

In der Freihandelszone in Antalya wurde im Jahre 2000 mit dem Bau von Luxusyachten und Booten begonnen. Bis zum Ende 2018 wurden insgesamt 22 Boote produziert und exportiert, die ein Umsatzvolumen von 117 Millionen US-Dollar (USD) brachten. Im Segment der Luxusyachten wurden in den 18 Jahren 394 edle Schiffe hergestellt und ins Ausland exportiert - Gesamtvolumen an Umsatz: 1,74 Milliarden US-Dollar.

Der Geschäftsführer der Freihandelszone in Antalya (Antalya Serbest Bölge A.Ş. - ASBAŞ) Zeki Gürses teilte mit, dass der Export der Superluxusyachten überwiegend in die Niederlande, USA und Großbritannien erfolgt. Für die Länder Katar, Oman, Jamaika und Norwegen werden Boote für den Wasserschutz und Handel gefertigt.

Auf allen Weltmeeren unterwegs

Neben der Herstellung der Superluxusyachten ist die Freizone für ein weltweites Wartungs- und Reparaturzentrum der Yachten aus vielen Ländern bekannt. "Seit 2008 hatten wir schon über 100 Boote zur Wartung oder Reparatur in der Werft", sagt Zeki Gürses. "Der Umsatz, der dadurch entsteht, liegt bei fast 30 Mio US-Dollar. Die von uns produzierten oder gewarteten Boote sind auf allen Weltmeeren unterwegs."

"Mit Fertigstellung der Zuweisungsarbeiten in der Freihandelszone letztes Jahr und der Freigabe von rund 126.000 m² neuen Flächen für Investitionen in den kommenden Monaten befindet sich der Yachtsektor weiter auf Wachstumskurs", erzählt Gürses. Der Yachtsektor der Region erwirtschaftete 2018 gesamt 668,5 Millionen USD Handelsvolumen. Davon entfallen 194 Mio USD auf seine Geschäfte. Gürses erklärt weiter, dass der Yachtsektor mit 1726 Beschäftigten zu der Branche mit den höchsten Anstellungen zählt.

12 Mio Dollar für ein neues Schiffshebewerk

"Neben der Produktion von Superluxusyachten und Wasserschutzbooten hat sich in den letzten Jahren eine ernstzunehmende Entwicklung im Bereich der Wartung und Reparatur etabliert", ergänzt Gürses. "Ab diesem Monat hat auf rund 35.000 m² freier Fläche ein neues Wartungs- und Reparaturzentrum für Yachten seine Dienste bereit gestellt. Mit Beginn im Januar werden wir sicherlich in kürzester Zeit weiteres Personal einstellen. In dem neuen Zentrum ist es nun möglich, dass Firmen außerhalb ihrer Werft Wartungen vornehmen können".

"Mit den heutigen Möglichkeiten der Freihandelszone können mit Anmietung von speziellen Schiffen die Wartung und Reparatur von Booten bis 50 Meter und 500 Tonnen und bei neu produzierten Booten bis zu 75 Meter an Länge abgefertigt werden", erläutert Zeki Gürses. "Mit einer Investition in Höhe von 12 Mio USD (72 Millionen Türkische Lira, TRY) für ein neues Schiffshebewerk sollen künftig Wartung/Reparatur und auch die Neuproduktion von Booten bis zu 90 Meter und oder einem maximalen Gesamtgewicht von 2000 Tonnen ermöglicht werden. Im Export wird der Schiffspreis im Yachtsektor in Kilogramm gerechnet. Aktuell liegt der Kurs für 1 Kilogramm "Schiff" bei 45 US-Dollar und zählt demzufolge zu den wichtigsten Exportgütern."

(et/Hurriyet)