Hürriyet

Luftverschmutzung hat in wichtigsten Städten der Türkei zugenommen

1.12.2020 16:02 Uhr

Die Luftqualität in den wichtigsten Städten und Provinzen der Türkei hat sich deutlich verschlechtert. Dies teilte das türkische Umweltministerium in einem Bericht mit. Experten sind sogar der Meinung, dass die Luftverschmutzung in einigen Regionen bereits bedrohliche Ausmaße angenommen hat.

Die Provinz mit der schlechtesten Luftqualität im Jahr 2020 ist Düzce im Nordwesten der Türkei. In der gleichnamigen Hauptstadt ist der Index für saubere Luft, der zwischen 0 und 50 liegen sollte, auf 174 gestiegen. Es folgen die Hauptstadt Ankara mit einer Indexrate von 172 und die südöstliche Provinz Hakkari (171). in der ägäischen Provinz Izmir wurde ein Wert von 111 gemessen, der als "empfindlich" eingestuft wird.

Industriestadt Bursa sauberste Stadt

Die Städte mit der saubersten Luft liegen in der nordwestlichen Provinz Bursa, in der Schwarzmeerprovinz Kastamonu und in der östlichen Provinz Bitlis. Bemerkenswert: Der Index der Industriestadt Bursa, in der viele namenhafte Unternehmen ansässig sind, wird mit 10 angegeben. Auch in der Bosporusmetropole Istanbul, in der fast 16 Millionen Menschen leben, ist mit 96 ein niedriger Wert als in den Jahren zuvor gemessen worden. Dies wird mit dem geringeren Verkehrsaufkommen, vor allem in der ersten Jahreshälfte, im Zuge der Corona-Maßnahmen in Verbindung gebracht. Die Touristen-Hochburg Antalya kommt ebenfalls mit einem Wert von 54 noch relativ gut weg.

Zudem steht in dem Bericht des Umweltministeriums, dass 7,9 Prozent aller Todesfälle in der Türkei im Jahr 2019 hätten verhindert werden können, wenn die Luftverschmutzung im Land auf den Richtwert der Weltgesundheits-Organisation (WHO) gesenkt worden wäre.

(mb)

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