Symbolbild: imago images/Xinhua

Luftangriff tötet 16 Zivilisten

22.7.2019 13:30 Uhr

Nach Angaben von Aktivisten sind bei Luftangriffen auf die letzte Rebellenhochburg in Syrien mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Die Bomben hätten einen Markt in der Stadt Maarat al-Numan in der Provinz Idlib getroffen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Sie machte russische Jets für die Angriffe verantwortlich. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden, viele weitere seien unter Trümmern begraben.

Moskau ist im syrischen Bürgerkrieg ein Verbündeter der Regierung. Russische und syrische Flugzeuge fliegen immer wieder Angriffe auf das Rebellengebiet rund um die Stadt Idlib. Erst am Sonntag waren bei Bombardierungen nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter mindestens elf Zivilisten getötet worden. Dominiert wird das Rebellengebiet von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Dort leben etwa drei Millionen Menschen, rund die Hälfte davon Vertriebene.

Schwarzer Rauch über der Stadt

Aktivisten zufolge stieg in Maarat al-Numan schwarzer Rauch über dem Stadtzentrum auf. Ihnen zufolge flogen Kampfflugzeuge vier Angriffe hintereinander auf dieselbe Gegend. Die Aktivisten veröffentlichten das Video einer verschleierten Frau, die US-Präsident Donald Trump auf Englisch mit amerikanischem Akzent dazu aufruft, das «Massaker gegen Zivilisten» zu stoppen. Der Beobachtungsstelle zufolge wurde auch ein Helfer der Rettungsorganisation Weißhelme getötet.

(an/dpa)

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