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Loveparade-Prozess: Staatsanwaltschaft stimmt Einstellung zu

5.2.2019 12:40 Uhr

Beim Duisburger Landgericht in Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft im Loveparade-Prozess zur Einstellung des Verfahrens zugestimmt. Eine endgültige Entscheidung hängt jedoch von der Zustimmung der Angeklagten ab.

Die Anklagebehörde halte den Vorschlag "rechtlich in der Sache für vertretbar und letztlich sachgerecht", sagte Oberstaatsanwalt Uwe Mühlhoff am Dienstag im Prozess. Eine Entscheidung fiel damit aber noch nicht, weil für eine Einstellung auch die Angeklagten dem Vorschlag zustimmen müssen. Deren Einlassungen wurden noch am Dienstag erwartet.

Tragödie mit 21 Toten

Das in Düsseldorf verhandelnde Duisburger Landgericht hatte vorgeschlagen, die Verfahren gegen alle zehn Angeklagten einzustellen - in sieben Fällen ohne und in drei Fällen mit Geldauflagen. Einer der Angeklagten machte allerdings bereits im Vorfeld deutlich, dass er eine Verfahrenseinstellung ablehnt.

In dem Prozess müssen sich seit Dezember 2017 sechs Bedienstete der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters verantworten. Bei der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 gab es ein verheerendes Gedränge, in dem 21 Menschen getötet und mehr als 650 verletzt wurden.

(sis/afp)