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Linkspartei solidarisiert sich mit "Gelbwesten"

8.12.2018 14:53 Uhr

Mit den "Gelben Westen" zeigt sich nun der Vorstand der Linkspartei solidarisch. Die Bewegung erlangte weltweite Aufmerksamkeit durch ihre teils gewalttätigen Proteste in Frankreich. Der Beschluss sei am Samstag bei einer Vorstandssitzung gefallen, teilte die Partei mit.

Der Widerstand der Gelbwesten gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron sei berechtigt, seine Regierung diene "allein den Interessen der Superreichen". "Wir sehen in der Breite des sozialen Widerstands auch eine Ermutigung für Deutschland", erklärte der Vorstand.

Seit Mitte November kommt es auf Initiative der "Gelbwesten" in Frankreich immer wieder zu Straßenblockaden und Demonstrationen. Die Bewegung lässt sich keinem politischen Lager, keiner Gewerkschaft oder Partei zuordnen. Ursprünglich richtete sie sich gegen eine Erhöhung der Treibstoffsteuern. Mittlerweile ist sie zu einer Protestbewegung gegen die Politik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron geworden.

Anliegen sei "absolut gerechtfertigt"

Linken-Chef Bernd Riexinger hatte sich in der vergangenen Woche noch skeptisch zu der Protestbewegung geäußert. "Das Potenzial Ultrarechter in den Reihen der Bewegung ist besorgniserregend", hatte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland gesagt. Linksfraktion-Chefin Sahra Wagenknecht hatte betont, es sei richtig, dass Menschen sich wehrten, wenn die Politik ihr Leben verschlechtere. Dass rechte Kräfte versuchten, den Protest zu vereinnahmen, und dass er durch Gewalt unterlaufen werde, bedauere sie. Das Anliegen sei aber "absolut gerechtfertigt".

(an/dpa)