epa/Maxim Shipenkov

Libyscher General Haftar trifft sich mit russischem Verteidigungsminister

19.2.2020 15:49 Uhr

In Moskau hat sich der libysche General Chalifa Haftar mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu zu Gesprächen über den Bürgerkrieg in Libyen getroffen. Betont worden sei dabei, dass die Beschlüsse der Berliner Libyen-Konferenz vom Januar umgesetzt werden müssten, teilte das Ministerium in Moskau am Mittwoch mit.

Dazu zählt auch eine Waffenruhe. Es gebe keine Alternative zu einer politischen Lösung des Konflikts, hieß es in der Mitteilung. Ziel sei die Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Unversehrtheit Libyens.

Gemeinsamer Militärausschuss "5+5"

General Haftars neuer Besuch in Moskau war seit einiger Zeit erwartet worden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte nach der Libyen-Konferenz vor vier Wochen in Berlin zuletzt auch «positive Schritte» in dem Bürgerkriegsland hervorgehoben. Der gemeinsame Militärausschuss «5+5» aus je fünf Vertretern der beiden Konfliktparteien habe seine Arbeit aufgenommen, sagte Lawrow. «Es hat die praktische Vorbereitung auf den Start eines Mechanismus für einen politischen Dialog begonnen.»

Die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ist international anerkannt, hält aber nur kleine Gebiete um die Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes. Gegen ihn kämpft Haftar, der weite Teile des ölreichen Landes beherrscht. In Libyen war 2011 nach Sturz und Tötung des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi ein Bürgerkrieg ausgebrochen.

(an/dpa)

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