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Libyen: Tote bei Gefechten in der Hauptstadt

20.1.2019 10:35 Uhr

In der libyschen Hauptstadt Tripolis sind bei Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Milizen 16 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern, die seit Ausbruch der Kämpfe vergangenen Mittwoch getötet wurden, seien auch vier Zivilisten, teilte das libysche Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Es waren die heftigsten Gefechte seit mehr als vier Monaten. Zu den Kämpfen kam es zwischen einer Miliz, die mit der international anerkannten Regierung in Tripolis verbündet ist, und einer rivalisierenden bewaffneten Gruppe.

Ermordeter Fotojournalist

Am Samstag wurde auch ein Fotojournalist bei der Arbeit getötet, als er mit einer Miliz unterwegs war. 65 Menschen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang bei den Kämpfen verletzt worden.

Nach gewaltsamen Protesten und dem anschließenden Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 ist Libyen in einem Bürgerkriegschaos versunken. Zahlreiche Milizen bekämpfen sich. Zudem konkurrieren zwei Regierungen miteinander: die international anerkannte in Tripolis und eine in der Stadt Tobruk im Osten Libyens.

(an/dpa)