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Libyen: Konfliktparteien werfen sich gegenseitig Bruch der Waffenruhe vor

11.8.2019 23:27 Uhr

Die Waffen in Libyen sollten während des muslimischen Opferfestes von Sonntag bis Dienstag schweigen - und doch werfen sich beide Konfliktparteien vor, die vereinbarte Waffenruhe gebrochen zu haben.

Die Truppen des Generals Chalifa Haftar beschuldigten Anhänger der internationale anerkannten Regierung am Sonntag, die Waffenruhe mit willkürlichem Beschuss missachtet zu haben. Die Regierungstruppen erklärten dagegen, einen Vormarsch von Haftars selbst ernannter Libyscher Nationalarmee (LNA) am Stadtrand von Tripolis gestoppt zu haben.

Das viertägige Opferfest Eid al-Adha läuft in Libyen und den meisten muslimischen Ländern seit Sonntag. Beide Seiten hatten zuvor erklärt, die von den Vereinten Nationen vorgeschlagene Waffenruhe nahe der Hauptstadt Tripolis zu akzeptieren.

Waffenruhe scheint größtenteils zu halten

Trotz der gegenseitigen Anschuldigungen berichteten einheimische Quellen und Augenzeugen in Libyen, dass die Waffenruhe am Sonntag zu halten schien. Die in Tripolis herrschende Ruhe sei "das Beste", seit Haftar vor vier Monaten eine Offensive auf die Stadt anordnete, sagte ein Anwohner der Deutschen Presse-Agentur.

Im ölreichen Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos, zahlreiche Milizen kämpfen um Einfluss. Haftar beherrscht weite Gebiete des Landes und versucht mit der LNA, die Kontrolle über ganz Libyen zu gewinnen.

(be/dpa)

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