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Leverkusen schießt Frankfurt ab

5.5.2019 20:07 Uhr

Sechs Tore bis zur Pause - das wird die Moral vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League sicherlich nicht heben. Mit einem 1:6 schlich man vom Platz. Und das nur vier Tage vor dem Spiel gegen Chelsea, wo man im Hinspiel nur ein Remis schaffte.

Nach dieser unfassbaren Demontage und dem vierten Ligaspiel in Folge ohne Sieg muss der DFB-Pokalsieger sogar wieder um seine erste Champions-League-Teilnahme fürchten. Die Werkself hingegen zog durch ihren vierten Sieg nacheinander nach Punkten mit der Eintracht gleich und hat das schon verloren geglaubte Saisonziel zwei Spieltage vor Schluss wieder im Blick.

Kai Havertz (2.), Julian Brandt (13.), Lucas Alario (23., 34.) und Charles Aranguiz (28.) sowie ein Eigentor von Martin Hinteregger (36.) sorgten für das Torfestival der Werkself. Leverkusen egalisierte damit einen Bundesligarekord. Zuvor war ein halbes Dutzend Treffer in einer Bundesliga-Hälfte nur Borussia Dortmund, Hertha BSC, Bayern München und Borussia Mönchengladbach geglückt. Bayers Nationalspieler Jonathan Tah (14.) traf per Eigentor für die Gäste.

Traumstart für die Werkself

30.210 Zuschauer in der BayArena erlebten einen Traumstart der Werkself. Bereits nach 110 Sekunden konnte Havertz eine gute Hereingabe von Aranguiz zu seinem 15. Saisontor nutzen. Nur elf Minuten später erhöhte Brandt für die wie entfesselt aufspielenden Hausherren.

Im Gegenzug fiel dann der Anschlusstreffer durch Tah, der den Ball nach einem Schuss von Filip Kostic unglücklich und entscheidend ins eigene Tor abfälschte. Frankfurts ehemaliger Torwart Lukas Hradecky im Bayer-Kasten war machtlos.

Leverkusen ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen und agierte weiter wie aus einem Guss. Alario und Aranguiz schlugen aus dieser Dominanz zwangsläufig Kapital.

Hilflos und geschockt

Spätestens nach dem vierten Gegentreffer standen die Gäste unter Schock und sahen dem Treiben der Bayer-Elf nur noch hilflos zu. Wiederum Alario mit seinem sechsten Saisontor und Hinteregger sorgten dann für den historischen Pausenstand.

Frankfurts Trainer Adi Hütter reagierte noch vor dem Seitenwechsel und nahm die völlig indisponierten Jetro Willems und Evan Ndicka vom Feld. Der Österreicher brachte dafür in der 37. Minute Torjäger Luka Jovic und Mijat Gacinovic.

Hütter hatte zunächst nur den am vergangenen Donnerstag gesperrten Ante Rebic als einzige Spitze aufgeboten. Verzichten mussten die Adler kurzfristig auf den angeschlagenen Sebastian Rode. Dieser Ausfall konnte aber nicht das kollektive Versagen der Eintracht im ersten Durchgang erklären.

Nach dem Seitenwechsel waren die Frankfurter nur noch um Schadenbegrenzung bemüht. Leverkusen nahm einen Gang raus, hatte die Partie aber jederzeit im Griff und vergab durch Kevin Volland, Kapitän Lars Bender und Havertz noch weitere Großchancen.

(be/afp)

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