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Leverkusen: Entrüstung über Leon Bailey

15.12.2019 12:42 Uhr

Es war die zweite rote Karte innerhalb kurzer Zeit für Leon Bailey. Seine Teamkollegen und die Vereinsführung sind langsam ziemlich sauer über so ein Verhalten.

Sportgeschäftsführer Rudi Völler war fassungslos, Kapitän Lars Bender forderte eine öffentliche Entschuldigung - und Trainer Peter Bosz kündigte eine interne Aufarbeitung an. Der völlig unnötige Platzverweis von Leon Bailey, der sich zum wiederholten Male zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, war nach dem 0:2 (0:0) im Derby beim 1. FC Köln das große Thema beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen. "Bei ihm fehlen mir die Worte. Innerhalb kürzester Zeit gab es zweimal solche Reaktionen", sagte Völler über Bailey, der auch Anfang November beim 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach mit Rot vom Platz geflogen war: "Zwar ist er provoziert worden, aber das darf natürlich nicht passieren."

Kingsley Ehizibue ins Gesicht geschlagen

Der Jamaikaner Bailey war 23 Minuten nach seiner Einwechslung mit Kölns Kingsley Ehizibue aneinandergeraten und schlug seinem Gegenspieler ins Gesicht. Schiedsrichter Manuel Gräfe zückte sofort die Rote Karte (77.). Bailey droht nun auch vonseiten des Vereins eine Sanktion. "Das geht überhaupt nicht", stellte Lars Bender bei Sky klar, der sich nach dem Spiel den wütenden Fans stellte: Bailey habe dem Team "einen Bärendienst erwiesen. Es ist nicht die erste Rote Karte und ich erwarte da eine Entschuldigung". Auch Torhüter Lukas Hradecky hatte keinerlei Verständnis für Baileys Aussetzer. "Das kann er nicht machen, da enttäuscht er wieder die Mannschaft. Das weiß er selber", sagte der Finne.

Interne Gespräche geplant

Trainer Bosz will den Dialog mit Bailey suchen. "Es ist deutlich, dass er der Mannschaft da nicht hilft", meinte der Niederländer, er werde das intern mit Bailey besprechen. Für seine Tätlichkeit im Gladbachspiel war Bailey vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Sperre von zwei Spielen und einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro belegt worden - als Wiederholungstäter droht dem 22-Jährigen nun eine ungleich härtere Sanktion.

(be/afp)

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