dpa

Letzten Migranten sind von Bord

11.9.2019 8:16 Uhr

Bis Dienstagmorgen mussten die letzten fünf Migranten auf dem Rettungsschiff "Alan Kurdi" ausharren, jetzt konnten sie in Malta an Land gehen. Für die "Alan Kurdi" geht es nach der beendeten Rettungsmission vor Malta nun erstmal Richtung Spanien.

Die letzten fünf Migranten seien von Bord, bestätigte der Sprecher Hilfsorganisation Sea-Eye aus Regensburg, Gorden Isler, am Dienstagabend. Die Crew nehme jetzt Kurs auf Spanien und werde dort voraussichtlich in fünf Tagen eintreffen. Reparaturarbeiten seien nötig. «Die "Alan Kurdi» hat erstmal dreiwöchige Pause», sagte Isler.

Italien verweigert Anlege-Erlaubnis

Die «Alan Kurdi» hatte am 31. August 13 Menschen aus einem nicht seetüchtigen Holzboot gerettet. Nach Darstellung von Sea-Eye wäre Malta für die Koordinierung des Rettungseinsatzes zuständig gewesen. Die Malteser ließen zunächst nur mehrere Härtefälle an Land. Am Dienstagmorgen hatten immer noch fünf Gerettete an Bord ausgeharrt.

Italien hatte der «Alan Kurdi» die Einfahrt in einen italienischen Hafen verwehrt. Isler kritisierte, dass sich die italienische Politik gegenüber Seenotrettern nach dem Ausscheiden der fremdenfeindlichen rechten Lega aus der Regierung anscheinend nicht geändert habe.

(be/dpa)

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