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Leiche rund 100 km von Unglücksstelle geborgen

4.6.2019 15:14 Uhr

Fünf Tage ist das schwere Schiffsunglück auf der Donau her, doch noch immer gibt es Probleme bei der Bergung. Jetzt wurden zwei weitere Leichen entdeckt. Ein Toter wurde am Dienstagvormittag rund 100 Kilometer südlich von der Unglücksstelle in Budapest nahe der Ortschaft Harta entdeckt und identifiziert.

Die zweite Leiche bargen am selben Tag Taucher, als sie das Wrack des Unglücksschiffs unter der Budapester Margaretenbrücke untersuchten, bestätigten Behördensprecher.

Zu dem Unglück in Budapest war es am letzten Mittwoch gekommen, als das kleine Ausflugsschiff "Hableany" ("Nixe") mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sigyn" zusammenstieß. An Bord waren eine 33-köpfige Reisegruppe aus Südkorea und zwei ungarische Besatzungsmitglieder.

19 Menschen gelten immer noch als vermisst

Die Leichen von sieben Südkoreanern wurden unmittelbar nach der Katastrophe aus der Donau geborgen. Sieben Südkoreaner konnten gerettet werden. 19 Menschen gelten als vermisst, für sie bestand am Montag so gut wie keine Hoffnung mehr. Der ukrainische Kapitän der "Viking Syring" war am letzten Wochenende verhaftet worden. Die ungarische Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn der Gefährdung der Schifffahrt mit massenhafter Todesfolge.

Ungarische und südkoreanische Einsatzkräfte setzten am Montag ihre Bemühungen fort, um zu dem in neun Meter Tiefe liegenden Wrack der "Hableany" vorzudringen. In dessen Innerem werden weitere Tote vermutet.

Starke Strömungen in der Donau verhinderten bislang, dass Spezial- und Marinetaucher das gesunkene Schiff für die Bergung vorbereiten konnten. Am Montag fanden deshalb nur Tauchgänge zur Sondierung statt, erklärte der ungarische Einsatzleiter.

(be/dpa)