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Legenden und Mythen rund um Antalya

24.8.2020 21:32 Uhr

Die Geschichte der verschiedenen Zivilisationen der heutigen Türkei lässt sich vielerorts in der Region rund um den beliebten Urlaubsort Antalya nachvollziehen.

Begleiten Sie uns zu einigen Orten, um die spannende Mythen kursieren.

Die Tränen der Eleni

Burgberg von Alanya (Bild: imago images/ imagebroker)

Der Burgberg von Alanya ist ein beliebtes touristisches Ziel. Die Legende besagt, dass dort einst der Byzantiner Argiles gelebt haben soll, der es leid war, dass sein Land ständig von einem Piraten namens Vasili geplündert wurde. Um ihn davon abzubringen, versprach er ihm die Hand seiner Tochter Eleni. Diese weigerte sich, weil sie einen Hirten liebte. Argiles sperrte seine Tochter in eine schmale Kerkerzelle ein. Mit dem Blick durch das winzige Fenster auf den Strand von Damlatas sollte sie zur Besinnung kommen. Eleni gab aber nicht nach und weinte wegen des Hirtens viele Tränen auf den kargen Hügel vor dem Fenster. Dort wuchsen nach einiger Zeit Oleander, Lorbeer- und Granatapfelbäume. Wann immer es dort heute regnet, glauben die Menschen, dass es Elenis Tränen sind.

Der schlafende Riese

Schaut man sich den Berg, der die Kulisse des Badeortes Kas ist, genau an, erkennt man einen auf der Seite liegenden Mann. Die Menschen der Region nennen ihn den "schlafenden Riesen". Der Legende nach schläft seine Frau auf der drei Kilometer entfernten Insel Meis. Beide sollen erwachen, sobald das Meerwasser sie berührt, und sich dann wieder vereinen.

Bellerophon und Pegasus

Chimäre-Feuer (Bild: imago images/ imagebroker)

Die ewigen Feuer der Chimäre sollen einst Seefahrern desnachts die Nähe zur Küste signalisiert haben. Heute sind die unermüdlich aus den Felsen schlagenden Flammen eine beliebte Pilgerstätte. Die Legende erzählt, dass ein Königssohn namens Bellerophon, der auch Nachfahre des Meeresgottes Poseidon gewesen sein soll, auf der Jagd versehentlich seinen Bruder tötete und zu seinem Onkel floh. Nachdem dessen Frau vergeblich versucht hatte, den Königsohn zu verführen, spielte sie ihren Mann gegen seinen Neffen aus. Der schickte ihn zu seinem Schwiegervater; der sollte ihn töten. Das wagte dieser aber so wenig wie jeder andere und gab Bellerophon die Aufgabe, das Ungeheuer von Chimaira zu töten, welches das Land mit seinem feuerspeienden Atem vernichtete.

Von einem Seher bekam Bellerophon den Rat, für diese Aufgabe das geflügelte Pferd Pegasus mit dem Zaumzeug Poseidons zu zähmen, das er im Tempel der Athene erhalten würde. Bellerophon gelang die Zähmung, und mithilfe von Pegasus und einer List besiegte er die Chimäre nach hartem Kampf und verbannte sie für alle Zeit in die Felsen. Dort wohnt sie der Legende nach noch und stößt ihren feurigen Atem durch die Felsspalten.

Weitere Legenden

Andere spannende Mythen ranken um den Titreyen See von Manavgat, den die Einwohner "zitternden See" nennen, sowie um die Aquädukte und das Theater von Aspendos. Bei einem Besuch finden Sie gewiss heraus, welche Geschichten man sich über diese Orte erzählt.

(jk)

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