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LeBron James postet umstrittenen Rapper-Text

24.12.2018 21:42 Uhr

Der Text von Rapper 21 Savage wird als antisemitisch angesehen und muss eigentlich auch so gewertet werden. Das hätte auch LeBron James erkennen müssen, bevor er den Text auf seinem Instagram-Account veröffentlicht. Das tat er nicht und musste sich jetzt dafür entschuldigen.

Schon wieder Ärger für Basketball-Ikone LeBron James. Der Superstar der Los Angeles Lakers entschuldigte sich nach der Niederlage gegen die Memphis Grizzlies am Sonntag öffentlich für einen als antisemitisch kritisierten Beitrag auf seinem Instagram-Account.

James hatte den Text eines Songs von Rapper 21 Savage gepostet, in dem es unter anderem um "koscheres jüdisches Geld" geht. James war in dem Beitrag in einem Lakers-Sweatshirt am Steuer eines Luxusautos zu sehen. Der frühere ESPN-Mitarbeiter Darren Rovell beklagte daraufhin den problematischen Umgang mit Klischees, in denen Menschen jüdischen Glaubens als reich und geizig dargestellt werden. "Ich bin überrascht, dass jemand wie LeBron, der eigentlich kaum Fehler macht, so etwas postet", twitterte Rovell: "Wenn man eine andere Person zitiert, enthebt einen das jeglicher Verantwortung für den Inhalt der Worte? Ich behaupte nein, vor allem nicht, wenn man 45 Millionen Follower hat."

James entschuldigte sich via ESPN

James ließ via ESPN eine offizielle Entschuldigung folgen. Es sei "definitiv" nicht seine Absicht gewesen, "jemanden bewusst zu verletzen oder zu beleidigen. Deshalb habe ich diesen Text bestimmt nicht gepostet." Der Song habe ihm einfach gefallen, deshalb habe er seine Follower daran teilhaben lassen: "Aber offenbar haben sich viele Menschen angegriffen gefühlt, dafür entschuldige ich mich."

Bereits vor einigen Tagen war James öffentlich kritisiert worden, nachdem er die Besitzer der NFL-Teams im TV-Sender HBO als "alte weiße Männer" mit einer "Sklaven-Mentalität" bezeichnet hatte. Der 33-Jährige, der in der Vergangenheit schon häufig mit dem Finger auf politische und soziale Missstände gezeigt hatte, bemängelte das Bedürfnis der NFL-Besitzer nach "ständiger Kontrolle".

(ce/afp)

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