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Lebenslange Haft für Moschee-Attentäter von Quebec

8.2.2019 23:43 Uhr

Der Attentäter von Quebec Alexandre Bissonnette, der 2017 sechs Menschen bei einem Angriff auf eine Moschee erschossen hatte, wurde nun in Kanada zu lebenslanger Haft verurteilt. Als Mindestverbüßungsdauer wurde für den 29-Jährigen eine Haftzeit von 40 Jahren festgelegt.

Der Attentäter von Quebec, der dort 2017 in einer Moschee sechs Menschen erschoss, ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der 29-jährige Alexandre Bissonnette kann frühestens nach 40 Jahren einen Antrag auf Bewährung stellen, berichtete die kanadische Nachrichtenagentur Canadian Press am Freitag nach dem Urteil. Mehrere Menschen im Saal weinten, als Richter Francois Huot die Taten Bissonnettes zusammenfasste.

Morde mit Blut in die Stadtgeschichte geschrieben

Bissonnette, der aus einem Vorort Quebecs stammt, hatte die Moschee der kanadischen Provinzhauptstadt bei einem Abendgebet im Januar 2017 gestürmt und sechs muslimische Männer im Alter zwischen 39 und 60 Jahren erschossen. Er hatte sich vergangenen März des sechsfachen Mordes schuldig bekannt.

Die Morde seien "für immer mit Blut in die Geschichte dieser Stadt, dieser Provinz, dieses Landes" geschrieben, sagte Richter Huot Medienberichten zufolge. In den Jahren vor dem Attentat habe Bissonnette zunehmend Alkohol getrunken und an Depressionen gelitten.

(ce/dpa)