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Lebenslänglich für die Attentäter von Ankara im März 2016

21.11.2018 15:24 Uhr

Ein Gericht in Ankara hat am Mittwoch drei Angeklagte wegen eines blutigen Anschlags in der türkischen Hauptstadt im März 2016 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Mehmet Veysi Dolasan wurde der "Ermordung von 36 Menschen" und des Angriffs auf die "staatliche Einheit" schuldig befunden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Sebahattin Karakoc und Azamettin Karakoc wurden wegen Störung der staatlichen Einheit verurteilt.

"Freiheitsfalken Kurdistan" bekannten sich zu dem Anschlag

Bei dem Selbstmordanschlag am zentralen Güvenpark waren am 13. März 2016 insgesamt 36 Menschen getötet worden, darunter viele Schüler und Studierende. Mehr als 340 weitere wurden verletzt, als die Attentäterin sich an einer Bushaltestelle in die Luft sprengte. Zu dem Anschlag bekannten sich die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), die die Tat als Vergeltung für das Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Kurden im Südosten der Türkei bezeichneten.

Die kurdische Extremistengruppe hatte bereits einen Monat zuvor bei einem Bombenanschlag auf einen Militärkonvoi in Ankara 29 Menschen getötet. TAK ist eine militante Splittergruppe der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die seit 1984 im kurdischen Südosten gegen den türkischen Staat kämpft. Experten gehen davon aus, dass die beiden Gruppen weiter verbunden sind. Der letzte große Anschlag der TAK erfolgte im Dezember 2016 in Istanbul.

(an/afp)