epa/Maxim Shipenkov

Lawrow: Westen trägt Schuld am schleppenden Wiederaufbau Syriens

17.1.2020 19:52 Uhr

Russland gibt dem Westen eine Mitschuld an dem schleppenden Wiederaufbau im Bürgerkriegsland Syrien. Der Westen stelle beim wirtschaftlichen Wiederaufbau Bedingungen, die nicht der Realität entsprächen, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Freitag vor Journalisten in Moskau.

"Zuerst hieß es, es braucht einen politischen Prozess, erst dann kann das gelingen." Diesen gebe es jetzt, und nun fordere der Westen erneut Fortschritte, sagte Lawrow. "Die Messlatte wird ständig angehoben, und die Bedingungen ändern sich andauernd im Laufe des Spiels. Das ist nicht sonderlich zielführend." Seinen Darstellungen zufolge ist der Friedensprozess im "fortgeschrittenen Stadium".

Russland ist Verbündeter von Assad

Der seit 2011 andauernde Bürgerkrieg, internationale Sanktionen und die Wirtschaftskrise im benachbarten Libanon belasten Syrien schwer. Verschärft wird die Lage durch die Krise im Iran, der enge Kontakte zu Syrien hat. Russland ist dabei einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, erst kürzlich hatte Kremlchef Wladimir Putin Assad in Damaskus besucht. Zudem hatte Moskau dreistellige Millionenbeträge für den Wiederaufbau in Syrien angekündigt.

Russland setzt sich seit langem dafür ein, dass die syrische Regierung die Kontrolle über das Land zurückgewinnt. Moskau hatte deshalb schon mehrfach den Abzug ausländischer Truppen gefordert. Assad erklärte mehrfach, er wolle die Kontrolle über ganz Syrien wiedererlangen.

(an/dpa)

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