epa/Sascha Steinbach

Laschet und Spahn sehen Maskenpflicht in Deutschland kritisch

31.3.2020 23:49 Uhr

Gegen eine Pflicht Schutzmasken in Deutschland zu tragen hat sich Gesundheitsminister Jens Spahn ausgesprochen. «In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung», sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf.

Spahn hatte zuvor zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Unterschied zwischen professionellen und privaten Masken

Der Minister sagte, es müsse unterschieden werden zwischen medizinischen Masken zum Schutz des medizinischen Personals vor einer Ansteckung und anderen in der Öffentlichkeit getragenen - auch selbstgenähten - Masken. Bei diesen gehe es darum, andere nicht anzustecken. Sie könnten «tatsächlich auch eine Hilfe sein dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen». Er nehme wahr, dass es eine zunehmende Bereitschaft gebe, aus Solidarität mit anderen, diese Masken zu tragen, sagte Spahn.

Laschet nannte Spahn Äußerungen «treffend». Man sei jetzt prioritär damit beschäftigt, Masken für den medizinischen Bereich zu beschaffen. «Und wenn es sich gesellschaftlich entwickelt, dass jeder den anderen auch schützen will, dann ist das in Ordnung. Eine Pflicht sehe ich nicht.»

(an/dpa)

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