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Lügde: Weitere Verdachtsfälle und ermittlerische Konsequenzen

26.2.2019 22:39 Uhr

Im Fall des tausendfachen Kindesmissbrauchs in Lügde ist die Zahl der Beschuldigten auf sieben gestiegen. Währenddessen wurde der zuständige Polizeidirektor nach Pannen versetzt.

Die Zahl der Beschuldigten sei von sechs auf sieben gestiegen, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul im Düsseldorfer
Landtag. Dabei handele es sich um einen 16-Jährigen, der kinderpornografisches Material besessen haben soll. Außerdem würden ältere Verdachtsfälle von Sexualstraftaten auf dem Campingplatz neu aufgerollt. Drei Verdächtige sitzen in dem Fall bereits in Untersuchungshaft.

Der Behördenskandal um den jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde hat nun auch weitere einschneidende Konsequenzen für die zuständige Kreispolizei. Auf Anweisung des NRW-Innenministeriums wird der Polizeidirektor versetzt. Den Posten übernimmt kommissarisch eine LKA-Beamtin. Vorige Woche war bereits der Leiter der Direktion Kriminalität von seinen Aufgaben entbunden worden. In dem Fall hatten zuletzt Vorwürfe zu Versäumnissen und Pannen die Polizei immer mehr in den Fokus gerückt.

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(be/dpa)