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Löw wird von Huub Stevens kritisiert

22.3.2019 8:31 Uhr

Auch Huub Stevens, Trainer vom FC Schalke 04, zeigt wenig Verständnis für die Maßnahme von Bundestrainer Joachim Löw, etablierte Stützen der Nationalelf auszubooten. Er bezeichnete es als "unnötigen Radikalismus", dass Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng aus dem Team geworfen wurden.

Bundestrainer Joachim Löw bekommt für seine Personalpolitik weiteren Gegenwind aus der Fußball-Bundesliga. Schalke-Trainer Huub Stevens nannte die Ausbootung der drei Münchner Weltmeister Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels im Focus-Gespräch vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande in Amsterdam am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) "unnötigen Radikalismus".

Lücken zwischen Fußballergenerationen "normal"

Dass sich zwischen zwei Generationen eine Lücke auftue, sei hingegen "eigentlich ganz normal", sagte der Niederländer, der die Schalker vor dem Abstieg in die 2. Liga retten soll. "Da muss man einen kühlen Kopf bewahren." Die Frage des Umbruchs sei in der deutschen Mannschaft ohnehin ein "Luxus"-Thema. In den Niederlanden hätten Spieler wie Bayern-Profi Arjen Robben oder Wesley Snejder mit 33 noch für das Nationalteam spielen müssen, weil "die anderen eben noch zu jung waren".

Löw hatte dem Weltmeister-Trio eröffnet, dass er die Zukunft der Nationalmannschaft ohne sie plant. Zum Auftakt des Länderspieljahres hatte eine junge deutsche Mannschaft gegen Serbien in Wolfsburg am Mittwoch 1:1 gespielt.

(ce/dpa)

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