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Löw selbstkritisch: "2018 waren wir nur Statisten"

17.12.2018 11:53 Uhr, von bl/dpa/afp

Joachim Löw hat sich nach dem schwächsten Jahr in der deutschen Länderspielgeschichte auf dem Weg zur EM 2020 viel vorgenommen. "Wir wollen natürlich besser sein, dieses Jahr waren wir bei allen Wettbewerben nur Statisten", sagte der Bundestrainer am Rande der Gala "Sportler des Jahres" in Baden-Baden: "Das muss sich natürlich im nächsten Jahr wieder verbessern."

Nach dem historischen WM-Desaster und dem Abstieg in der Nations League habe er sich mit seinem Team "genug Gedanken gemacht, dafür muss nicht unbedingt Weihnachten oder Silvester her", sagte Löw: "Die letzten zwei, drei Spiele war wieder eine klare Steigerung, neue Energie und neue Dynamik zu erkennen."

"Aus Niederlagen lernt man"

2018 sei "ein anstrengendes Jahr mit Enttäuschungen" gewesen, betonte Löw. Bilder wie nach dem Vorrunden-Aus in Russland "vergisst man nicht. Solche Niederlagen sind schwer zu ertragen, schwer zu verkraften. Man weiß, die ganze Nation ist enttäuscht, man hat viele Fehler gemacht. Das ist geblieben."

Aber, fügte der Bundestrainer zuversichtlich an: "Aus Niederlagen lernt man ja manchmal am meisten. Ich glaube, wir haben unsere Lehren gezogen und können uns auf das nächste und übernächste Jahr wieder freuen."

Koch stellt klare Forderungen

DFB-Vizepräsident Rainer Koch stellt klare Forderungen an Joachim Löw für 2019. Der Bundestrainer müsse mit den vielen jungen und talentierten Spielern "den Generationenumbruch" bei der Nationalmannschaft schaffen, sagte Koch. Der ständige Begleiter der Nationalelf erwartet zudem eine erfolgreiche Qualifikation für die Europameisterschaft 2020.

Gleich im Auftaktspiel gegen den stärksten Gruppengegner wünscht sich Koch am 24. März "in Holland einen Sieg, am besten einen überzeugenden". Trotz der verkorksten WM und des Abstiegs bei der Premiere der Nations League sei Löw für ihn weiter "der bestmögliche" Bundestrainer, "um den Umbruch hinzubekommen"

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