dpa

Löw beglückwünscht Sorg per Telefon

9.6.2019 8:49 Uhr

Direkt nach dem Sieg gegen Weißrussland in dem EM-Qualifikationsspiel habe sich Nationaltrainer Joachim Löw aus dem Krankenhaus bei seinem Assistenten Marcus Sorg. Er sei sehr zufrieden mit dem Spiel gewesen und beglückwünschte die DFB-Elf.

Sorg hatte ihn beim 2:0 (1:0) am Samstagabend in Borissow erfolgreich als Chef vertreten. "Er hat uns beglückwünscht und ist natürlich auch sehr zufrieden", berichtete Sorg noch im Stadion über das kurze Gespräch mit Löw, der aus gesundheitlichen Gründen zum Saisonabschluss fehlt.

"Das Ergebnis hat ihm geholfen, morgen wieder einen ruhigeren Tag zu haben", erzählte DFB-Direktor Oliver Bierhoff, der ebenfalls mit Löw gesprochen hatte. "Da kam auch raus, wie schwer es ihm fiel, das erste Mal nicht dabei zu sein", verriet Bierhoff außerdem.

Es geht auch mal ohne Löw

Es geht also auch mal ohne den seit 13 Jahren amtierenden Bundestrainer. Das war eine sehr wichtige Erkenntnis des Abends. Sorg erledigte seinen Job als Chef unaufgeregt und erfolgreich. "Natürlich war es etwas Besonderes", gab der 53-Jährige zu.

Es war kein glanzvoller, aber ein ungefährdeter Sieg nach Toren der Angreifer Leroy Sané und Marco Reus. Und es war zudem am Ende einer langen Saison und nach einer längeren Wettkampfpause für etliche Nationalspieler ein weiterer Entwicklungsschritt der stark verjüngten Mannschaft. "Wir sind im Gesamtpaket zufrieden", sagte Sorg. Und Torschütze Reus resümierte in aller Kürze: "Pflichtaufgabe erfüllt."

Neuer: "Positive Tendenz"

Das Ergebnis gegen einen Gegner, der vor allem auf Toreverhinderung ausgerichtet war, genoss Priorität. "Siege sind für eine Mannschaft, die wie unsere in der Entwicklung steht, ungemein wichtig", betonte Sorg. "Grundsätzlich haben wir eine positive Tendenz, das ist schon mal wichtig", erklärte auch Kapitän Manuel Neuer.

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen ist der Grundstein für die Qualifikation für die EM 2020 gelegt. Bevor die Nationalspieler in den verdienten Urlaub gehen können, soll nun noch am Dienstag in Mainz gegen Estland Sieg Nummer drei in der Gruppe C folgen.

(be/dpa)

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