afp

López Obrador als neuer Präsident Mexikos vereidigt

1.12.2018 20:18 Uhr

Mexiko hat einen neuen Präsidenten: am Samstag wurde der linksgerichtete Politiker Andrés Manuel López Obrador vereidigt.

Der 65-jährige legte in Mexiko-Stadt den Amtseid als Präsident des 130-Millionen-Einwohner-Landes ab. López Obrador hatte im Wahlkampf versprochen, das Land gründlich umkrempeln zu wollen und mit der grassierenden Korruption und der ausufernden Gewalt Schluss zu machen. Die Wahl im Juli hatte der Linkspolitiker klar gewonnen. Der neue Präsident ist ein scharfer Kritiker der bisherigen Regierungsparteien.

So hat Obrador in seiner Antrittsrede als neuer Präsident Mexikos den neoliberalen Kurs seiner Vorgänger kritisiert. Die Wirtschaftspolitik sei ein Desaster und eine Katastrophe für das öffentliche Leben in dem lateinamerikanischen Staat gewesen, sagte der 65-Jährige im Parlament. Gleichzeitig versprach er, der Korruption und Straffreiheit in dem Land ein Ende zu setzen. Diese hätten bisher die Wiedergeburt Mexikos verhindert, sagte der frühere Bürgermeister von Mexiko-Stadt. «Ich verspreche, nicht zu stehlen», bekräftigte er.

Kritiker werfen López Obrador vor, er könne keine konkreten Pläne vorweisen, um die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas zu regieren. Die mexikanische Zentralbank senkte die Wachstumsprognose für 2019 in dieser Woche bereits leicht ab. Als Grund nannte sie die Ungewissheit angesichts von López Obradors Wirtschaftspolitik.

(be/afp/dpa)