Hürriyet

Lage zwischen Türkei und Iran entspannt sich

14.12.2020 15:01 Uhr

Die Türkei hat am 11. Dezember den iranischen Botschafter vorgeladen, da sein Land Anschuldigungen wegen eines Gedichts erhoben hat, welches der türkische Präsident Erdogan bei einem Besuch in Aserbaidschan rezitiert hatte. Nach einem Telefonat des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu mit seinem iranischen Kollegen Javad Zarif hat sich die Lage aber wieder entspannt, berichtet Hürriyet Daily News.

Streit um Gedicht

Der Vorwurf des Irans lautete, dass Erdogan mit diesem Gedicht die territoriale Integrität des Irans verletzt habe. Cavusoglu betonte im Telefonat, dass diese Anschuldigungen unakzeptabel seien und betonte, dass der türkische Präsident die Integrität des Irans voll und ganz respektiere, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur INRA berichtet. Cavusoglu erinnerte auch daran, dass die Türkei das Land unterstützt habe, als "alle anderen ihm den Rücken kehrten".

Die iranische Seite sagte nach dem Telefonat der beiden Außenminister, die Parteien hätten "ein Missverständnis gelöst", so Hürriyet Daily News. Im Anschluss twitterte die iranische Botschaft in Ankara, dass beide Länder sich über die Bedeutung einer Stärkung und Ausweitung der Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran einig seien.

(an)

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