Hürriyet

Lage schwierig: Türkei und USA erörtern Syrien-Konflikt

28.8.2020 21:34 Uhr

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar hat sich mit dem US-Sondergesandten James Jeffrey in Ankara getroffen, um die aktuelle Lage in Syrien zu erörtern. Dabei ging es vor allem um die Rolle der kurdischen Miliz YPG, die für Syrien ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz IS (Islamischer Staat, Anm. d. Red.) darstellt. Die USA unterstützen die Organisation, die Türkei lehnt sie entschieden ab.

Jeffrey nahm in dem Zusammenhang zu Äußerungen von Recep Tayyip Erdogan Stellung. Der türkische Präsident hatte zuletzt gesagt, die USA hätten sich auf die Seite terroristischer Organisationen gestellt, statt ihren Nato-Partner Türkei zu unterstützen. "Die Türkei ist ein enger Verbündeter der USA. Das haben wir außerhalb von Syrien schon oft unter Beweis gestellt", betonte Jeffrey.

"YPG ist gleichberechtigt mit dem Terror"

Akar erklärte nochmal, warum die Türkei die YPG als Terroreinheit betrachtet und eine andere Sicht habe als die USA und andere Nato-Partner. "Die PKK ist gleichberechtigt mit der YPG, die YPG ist gleichberechtigt mit dem Terror“, sagte der Minister. Daran würde auch die Änderung ihres Namens in SDF (Syrian Democratic Forces) nichts ändern.

Der Verteidigungsminister erinnerte daran, dass sich die USA aus Nordsyrien praktisch komplett zurückgezogen hätten und die Türkei mit Russland seit Oktober vergangenen Jahres mit Militärpatrouillen gegen Terroristen in dem Gebiet vorgehen würden. Diese Patrouillen werden trotz einiger Zwischenfälle in jüngster Zeit auch in Zukunft fortgeführt, so Akar.

(mb)

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