Symbolbild: epa/Domenic Aquilina

Lage auf Rettungsschiff immer schlimmer

6.9.2019 19:18 Uhr

Nach Angaben der Retter hat sich die Lage auf dem deutschen Rettungsschiff "Alan Kurdi" weiter verschlechtert. Der Sprecher des Regensburger Vereins Sea-Eye, Gorden Isler, sprach am Freitag von einer "besorgniserregenden Dynamik".

In der Nacht zuvor sei ein Minderjähriger aus den Sicherheitsnetzen gezogen worden, der versucht habe, das Schiff über die Reling zu verlassen. Er hoffe, dass ein maltesisches Gericht in Kürze der Beschwerde Sea-Eyes folge und die zweifellose Zuständigkeit Maltas für die Rettung bestätige, sagte Isler.

Zwei Jungen mit schweren Angstattacken

Die "Alan Kurdi" hatte vorigen Samstag 13 Menschen aus einem überladenen Holzboot geborgen, unter ihnen acht Minderjährige. Zwei Jungen, die unter schweren Angstattacken litten, durften inzwischen das Schiff verlassen und wurden von Malta an Land genommen. "Die "Alan Kurdi" ist nicht der richtige Ort, um minderjährige Schutzsuchende länger als nötig zu beherbergen", sagte Isler.

(an/dpa)

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