dpa

La Liga will "Clásico" nach Madrid verlegen

16.10.2019 19:57 Uhr

Weil am 26. Oktober in Barcelona eine Großdemo der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung stattfinden soll, will man das "Clásico" (13:00 Uhr) zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid verlegen vom katalanischen Camp nou ins Bernabeu-Stadion in Madrid verlegen.

Grund seien Sicherheitsbedenken, da an diesem Tag in Barcelona eine Großdemo der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die harten Gerichtsurteile für die Separatistenführer der Region geplant sei, zitierten Medien die Liga, die einen entsprechenden Antrag beim spanischen Verband (RFEF) eingebracht habe.

Clubs müssen zustimmen

Das zuständige Komitee des Verbandes müsse nun ein Verfahren zu dem Gesuch eröffnen und beide Clubs konsultieren, so die Zeitung "El País". Wenn dem Antrag zugestimmt werden sollte, würde das Rückspiel am 1. März 2020 in Barcelonas Camp Nou ausgetragen. Die Sportzeitung "Marca" berichtete, dass beide Clubs den Antrag ablehnen und das Heimrecht nicht tauschen wollen.

FC Barcelona kritisiert Hafturteile

Neun Separatistenführer aus Katalonien waren am 14. Oktober vom Obersten Gericht in Madrid wegen ihrer Rolle bei dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum von 2017 zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Seither kommt es in der Region und speziell in Barcelona immer wieder zu teils gewalttätigen Protesten. Der FC Barcelona hatte die Justizentscheidung in einer Mitteilung kritisiert und einen politischen Dialog gefordert: "Gefängnisstrafen sind keine Lösung", hieß es. Der amtierende spanische Meister hatte sich dabei für eine Freilassung der Verurteilten ausgesprochen.

(be/dpa)

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