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Kyriakos Mitsotakis: Griechenland bestand nicht auf Türkei-Ausschluss bei Grenzöffnung

8.7.2020 9:44 Uhr

Griechenland wies am 7. Juli die Behauptung zurück, Deutschland habe ein Gespräch mit seinem östlichen Nachbarn Türkei vermittelt. "Wir brauchen keine Vermittler oder Schiedsrichter", sagte Premierminister Kyriakos Mitsotakis am 7. Juli in einem Interview mit Skai Radio. Er bezog sich auf Berichte, dass es kürzlich nach Vermittlung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einen Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gekommen sei.

"Wir sind Nachbarn, wir haben erhebliche Meinungsverschiedenheiten, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht reden sollten", betonte MItsotakis die Bedeutung des Dialogs. Der griechische Ministerpräsident und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprachen am 26. Juni laut lokalen Medienberichten erstmals wieder miteinander.

Offizielle Kommunikationskanäle wiederherstellen

"Es ist sehr wichtig, dass die offiziellen Kommunikationskanäle wiederhergestellt wurden, [...] damit wir jetzt jederzeit zum Telefon greifen und mit dem anderen über ein Problem sprechen können", sagte Mitsotakis.

Griechenland bestand nicht auf Reisewarnung

In einer jüngsten Debatte unter EU-Mitgliedern über eine Liste sicherer Länder für Reisen inmitten der Coronavirus-Pandemie sagte Mitsotakis: "Griechenland war nicht das EU-Land, das darauf bestand, die Türkei von der ersten Grenzöffnung auszuschließen."

Die Türkei äußerte letzte Woche "Enttäuschung" gegenüber der EU über ihre Entscheidung, ein Reiseverbot für türkische Staatsangehörige während des Covid-19-Ausbruchs aufrechtzuerhalten.

(be)

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