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Kurs des Euro unter Druck

2.2.2019 7:37 Uhr

Der Eurokurs hat am Freitag nach robusten US-Konjunkturdaten zwischenzeitliche Gewinne wieder abgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1447 US-Dollar. Zuvor war sie kurzzeitig bis auf 1,1486 Dollar gestiegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1471 (Donnerstag: 1,1488) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8718 (0,8705) Euro.

In den USA ist ein wichtiger Frühindikator für die Industrie überraschend gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex ISM hat um 2,3 Punkte auf 56,6 Punkte zugelegt. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 54,0 Punkte gerechnet. Der Indikator signalisiert ein Wachstum in der Industrie. Zudem hat die US-Wirtschaft im Januar deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet.

US-Arbeitsmarkt in guter Verfassung

"Der US-Arbeitsmarkt präsentiert sich in einer guten Verfassung", kommentierte Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. Es sei daher fraglich, ob eine ausgedehnte Pause im Zinszyklus der US-Notenbank Fed angemessen sei. "Wir rechnen mittelfristig mit weiteren Zinsschritten der Fed", so Umlauf. Erneute Zinserhöhungen in den USA würden den Dollar tendenziell stützen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87888 (0,87578) britische Pfund, 124,91 (124,81) japanische Yen und 1,1396 (1,1409) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1318 Dollar gehandelt. Das waren gut drei Dollar weniger als am Vortag.

(an/dpa)