Symbolbild: Ghulamullah Habibi

Kurden weisen Bericht über Einnahme der Stadt Hadschin zurück

15.12.2018 12:33 Uhr

Die Einnahme einer Bastion des Islamischen Staates im Osten Syrien durch kurdisch geführte US-Verbündete wurde von diesen zurückgewiesen. Die Kämpfe in dem Ort Hadschin gingen weiter, sagte der Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mustafa Bali, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte gemeldet, die SDF-Kämpfer hätten Hadschin vollständig unter Kontrolle gebracht. Auch ein Kommandeur des mit den SDF verbündeten Militärrates der Stadt Dair as-Saur sagte, der Ort sei eingenommen worden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den allergrößten Teil seines früheren Herrschaftsgebiets in Syrien und im Irak mittlerweile verloren. Die Extremisten kontrollieren unter anderem noch ein kleines Gebiet an der Grenze zwischen den beiden Ländern.

Ankara sieht in YPG einen Arm der PKK

Die SDF werden von der Kurdenmiliz YPG angeführt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Mittwoch mit einer neuen Militäroffensive auf Gebiete unter kurdischer Kontrolle im Norden Syriens gedroht. Die Türkei sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie.

Für die USA wiederum ist die YPG in Syrien der wichtigste Verbündete im Kampf gegen den IS. Die von den USA angeführte internationale Koalition unterstützt die Angriffe gegen den IS aus der Luft.

(an/dpa)

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