epa/Mauricio Duenas Castaneda

Kritik an Wiederaufnahme des Guerilla-Krieges in Kolumbien

5.9.2019 21:34 Uhr

Dass die linke Guerillaorganisation Farc wieder gegen die kolumbianische Regierung kämpfen will stößt bei der Bundesregierung auf harsche Kritik. Der Aufruf sei ein "klarer Schritt in die falsche Richtung", den man in aller Entschiedenheit verurteile, teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Donnerstag mit.

Vergangene Woche hatten mehrere früherere Rebellen-Kommandeure angekündigt, fast drei Jahre nach dem historischen Friedensvertrag den Kampf gegen die kolumbianische Regierung wieder aufzunehmen. In einer Videobotschaft las Luciano Marín Arango alias "Iván Márquez" aus einem Manifest vor, es beginne "eine neue Etappe des Kampfes". Die frühere Nummer zwei an der Spitze der Farc war seit über einem Jahr untergetaucht.

Bürgerkrieg mit 220.000 Toten

Ende 2016 hatten die linke Farc und die kolumbianische Regierung den jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit rund 220 000 Toten und Millionen Vertriebenen per Friedensvertrag beendet. Die Rebellen legten die Waffen nieder und sollen ins Zivilleben zurückkehren. Eine Sonderjustiz sollte die Verbrechen während des Bürgerkriegs aufarbeiten.

"In der jetzigen Situation ist es wichtiger denn je, an der Umsetzung des Friedensvertrags zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc konsequent weiterzuarbeiten", hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Deutschland wolle Kolumbien auf dem Weg zum Frieden weiterhin unterstützen.

(an/dpa)

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