epa/Igor Kovalenko

Kritik an US-Sanktionen gegen Außenminister Irans

1.8.2019 15:42 Uhr

Die US-Sanktionen gegen den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sraif wurden in Brüssel scharf kritisiert. "Wir bedauern diese Entscheidung", sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Donnerstag in Brüssel. Von europäischer Seite aus werde weiter mit Sarif zusammengearbeitet. Es gelte, die diplomatischen Kanäle offenzuhalten.

Die USA hatten die Sanktionen gegen Sarif am Mittwoch angekündigt. Sie bekräftigen ein bereits bestehendes Einreiseverbot und untersagen es, mit dem Außenminister Geschäfte zu machen. Sarif setze die "rücksichtslose" Agenda von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei um und sei der "wichtigste Sprecher des Regimes in der Welt", erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin zu der Entscheidung, die vor allem symbolischen Charakter hat.

Zeichen extremer Spannung

Die Sanktionen gelten als weiteres Zeichen für die extremen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Grund dafür ist vor allem der Streit über das internationale Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe. Die USA waren im vergangenen Jahr einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen und erneuerten Sanktionen, um Verhandlungen über ein weitreichenderes Abkommen zu erzwingen. Der Iran reagierte zuletzt mit einem Wiederhochfahren der Urananreicherung. Zudem droht es mit einer Behinderung des wichtigen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus.

(an/dpa)

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