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Kritik an Speicherung von Polizeiaufnahmen bei Amazon

25.3.2019 11:27 Uhr

Da sie Bildaufnahmen ihrer Einsätze auf Servern des US-Konzerns Amazon speichert, hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber die Bundespolizei stark kritisiert.

Kelber forderte stattdessen, sofort zu einem deutschen Cloud-Anbieter zu wechseln und die sensiblen Aufnahmen der Körperkameras dort zu speichern. "Wir haben bereits 2018 der Bundespolizei und dem Bundesinnenministerium mitgeteilt, dass wir die Speicherung der Bodycam-Daten in der Amazon Cloud für rechtswidrig halten", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). Kelber hat massive Datenschutzbedenken. Nach seiner Einschätzung kann ein Zugriff von US-Behörden auf die Daten nicht ausgeschlossen werden.

Übergangslösung sei geprüft worden

Die Bundespolizei hatte ihre Entscheidung vergangene Woche als Übergangslösung verteidigt. Dies sei so lange notwendig, bis bundeseigene und für diesen Zweck geeignete Clouds zur Verfügung stünden, sagte der Sprecher des Bundespolizeipräsidiums, Gero von Vegesack. Der Sprecher stellte in dem Zusammenhang klar, dass die gefundene Lösung mit Amazon im Vorfeld über mehrere Monate gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) - letztlich mit positivem Ergebnis - geprüft worden sei.

(gi/dpa)