epa/Olivier Hoslet

Kritik an Postenvergabe in der EU

5.7.2019 13:45 Uhr

Das Auswahlverfahren für seinen potentiellen Nachfolger hat der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker scharf kritisiert. "Der Prozess war nicht sehr transparent", sagte Juncker am Donnerstag in Helsinki. Seine Nominierung sei hingegen durch das Spitzenkandidatenprinzip sehr transparent gewesen.

Jeder habe gewusst, was passieren werde, wenn die eine oder die andere Partei bei den Europawahlen stärkste Kraft werde.

Er habe immer das Gefühl gehabt, in die Geschichte einzugehen, sagte Juncker weiter - aber nicht auf diese Art. "Ich bin ein sehr einzigartiger Typ. Ich war der erste und der letzte Spitzenkandidat."

Überraschungskandidatin von der Leyen

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten zuvor nach tagelangen Verhandlungen hinter verschlossenen Türen überraschend Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als künftige EU-Kommissionspräsidentin nominiert. Das Europaparlament hatte zuvor betont, lediglich einen der Spitzenkandidaten der Europawahl Ende Mai in das Amt hieven zu wollen. Das Parlament muss über die Personalie nun noch abstimmen.

Für die konservative Europäische Volkspartei war CSU-Vize Manfred Weber als Spitzenkandidat angetreten, für die Sozialdemokraten der bisherige EU-Kommissionsvize Frans Timmermans. Die Liberalen hatten ein siebenköpfiges Team aufgestellt, mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager an der Spitze.

(an/dpa)

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