epa/Nabil Mounzer

Kritik an Lage der Menschenrechte vor Palästinenserkonferenz

25.6.2019 21:33 Uhr

Menschenrechtler beklagen die willkürliche Festnahme, Folter und Zensur in Bahrain. Dort soll eine Konferenz zur Wirtschaftsentwicklung der Palästinsergebiete abgehalten werden. Es wirke wie bittere Ironie, dass ausgerechnet der Golfstaat als Veranstalter eines Treffens zum Thema "Frieden für Wohlstand» ausgewählt worden sei, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Dienstag.

In Bahrain würden friedliche Aktivisten inhaftiert und gefoltert sowie die freie Meinungsäußerung massiv unterdrückt.

Wichtigster Redner ist Jared Kushner

In dem Königreich beginnt am Dienstagabend eine zweitägige Konferenz, die Investitionen für die Palästinenser ermöglichen soll. Das Treffen war von den USA initiiert worden. Wichtigster Redner ist Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Da nur wenige international hochrangige Vertreter teilnehmen, sind die Erwartungen an das Treffen gering. Deutschland wird auf hoher Beamtenebene vertreten sein, wie es aus der Bundesregierung hieß.

Bahrain ist ein Verbündeter Saudi-Arabiens und der USA. Die Mehrheit der Schiiten wird von einem sunnitischen Königshaus regiert. Führende Oppositionelle sitzen in Haft. Proteste während der arabischen Aufstände 2011 ließ Bahrains Führung mit Hilfe Riads niederschlagen. In dem Land ist auch die 5. Flotte der US-Marine stationiert.

(an/dpa)

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