epa/Hayoung Jeon

Kritik an Berlin-Besuch des Teheraner Bürgermeister

6.9.2019 18:14 Uhr

In Berlin protestieren rund 120 Menschen vor dem Roten Rathaus in Berlin gegen den Besuch des Bürgermeisters der iranischen Haupstadt Teheran. Die Berliner Regierung habe damit einen Unrechtsstaat legitimiert, sagte Javad Dabiran, Sprecher des Nationalen Widerstandsrats des Iran (NWRI) bei der Demonstration am Freitagmittag.

Teherans Bürgermeister Pirus Hanachi besuchte seinen Amtskollegen Michael Müller (SPD) am Freitag im Rahmen eines Städtenetzwerks. Zuvor hatte es teils harsche Kritik gegeben.

Besuch sei ein Zeichen der gescheiterten Iran-Politik

"Müller hätte die Proteste in den Fraktionen nicht negieren dürfen, er hätte das Treffen absagen müssen", sagte Dabiran. Der Besuch sei ein Zeichen für die gescheiterte Iran-Politik der EU und Deutschlands.

Das Treffen im Rathaus sei "nach Einholen eines positiven Votums beim Auswärtigen Amt" zustande gekommen, hatte eine Senatssprecherin am Donnerstag erklärt. Der Regierende Bürgermeister werde das Treffen auch dazu nutzen, "das Existenzrecht des Staates Israel zu unterstreichen". Israel ist Erzfeind Nummer eins des Iran.

Hanachi ist seit 2018 Bürgermeister Teherans und wird politisch dem Reformerlager im Iran zugerechnet.

(an/dpa)

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