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Krise in Venezuela: Maduro soll das Land verlassen

8.2.2019 10:52 Uhr

Der Präsident Venezuelas, Nicolas Maduro, soll das Land verlassen, fordert die Regierung in Washington. Maduro müsse seine Macht abgeben und Venezuela verlassen, sagte der US-Sonderbeauftragte für Venezuela, Elliott Abrams, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Washington.

"Ich denke, es ist besser für den Übergang zur Demokratie in Venezuela, wenn er außerhalb des Landes ist und es gibt eine Reihe von Ländern, die bereit wären, ihn aufzunehmen", erklärte Abrams.

Hilfslieferungen warten in Kolumbien

In Venezuela hatte sich der junge Parlamentschef Juan Guaido vor zwei Wochen selbst zum Übergangspräsidenten erklärt und Staatschef Maduro damit offen herausgefordert. Dessen Wahl im vergangenen Jahr bezeichnete er als undemokratisch. Die USA, viele lateinamerikanische Staaten und die meisten EU-Länder stellten sich bereits hinter Guaido. Die Lage ist verfahren: Maduro lehnt eine neue Präsidentenwahl ab, Guaido hingegen hat einen Dialog mit der Regierung ausgeschlossen.

Wegen der dramatischen Versorgungslage versucht Guaido derzeit, humanitäre Hilfsgüter ins Land zu schaffen. Die US-Regierung hat Lieferungen nach Kolumbien geschickt, allerdings blockierten venezolanische Nationalgardisten die Brücke Tienditas nahe der kolumbianischen Grenzstadt Cucuta. Der US-Sonderbeauftragte Abrams sagte, es wäre "tragisch", sollte die Hilfe nicht ins Land gelangen.

(an/dpa)