Symbolbild: epa/Antonio Lacerda

Krise in Venezuela: Guiado bittet Militär um freies Geleit für Hilfe

4.2.2019 20:58 Uhr

Die Armee solle die international angebotenen Hilfslieferungen in das bettelarme Venezuela lassen. Dies hat nun der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaido gefordert.

"Die Hilfslieferungen müssen ins Land kommen", sagte er am Montag. "Soldaten des Vaterlands, wir hoffen auf euch. Die Hilfsgüter werden eure Mütter, eure Kinder und eure Nachbarn retten." Unter anderen haben die USA und Deutschland bereits humanitäre Hilfe zugesagt.

Die Hilfslieferungen sollen in Zentren nahe den Landesgrenzen im kolumbianischen Cúcuta, in Brasilien sowie auf einer Karibikinsel gesammelt werden und von dort ins Land transportiert werden. Allerdings verfügt Guaidó über keine faktische Regierungsgewalt. Ohne die Duldung durch das Militär, das die Grenzen kontrolliert, können die Hilfsgüter nicht ins Land gebracht werden.

Venezuela nehme keine Almosen an

Venezuela steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Wegen fehlender Devisen kann das einst reiche Land kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren. Viele Menschen hungern und rund drei Millionen Venezolaner sind bereits ins Ausland geflohen.

Maduro hatte zuletzt immer wieder Hilfsangebote abgelehnt. Venezuela nehme keine Almosen an. Zudem äußerte er die Befürchtung, vor allem im Gefolge von Hilfslieferungen aus den Vereinigten Staaten könnten auch US-Soldaten ins Land kommen.

(an/afp)

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