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Krise in Venezuela Gefahr für den Weltfrieden

26.1.2019 17:11 Uhr

Die USA betrachten die Krise in Venezuela mit Argusaugen und großer Sorge. Eine völlige Eskalation im Land stellt für den amerikanischen Außenminister Mike Pompeo sogar eine Gefahr für den Weltfrieden dar. Darum wollen die USA den Interimspräsidenten Juan Guaido möglichst schnell als legitimierten Übergangspräsidenten anerkennen und fordern den Rest der Welt auf, es ihnen gleichzutun.

Der wirtschaftliche Kollaps Venezuelas und die Flucht von Millionen Bürger in benachbarte Länder ist US-Außenminister Mike Pompeo zufolge eine Bedrohung für den Weltfrieden. Pompeo bekräftigte während einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York am Samstag die Unterstützung der USA für den selbst ernannten venezolanischen Übergangsstaatschef Juan Guaidó.

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"Es ist an der Zeit, die neue Regierung von Interimspräsident Guaidó anzuerkennen", sagte Pompeo. Er fordere alle Nationen auf, den Bürgern Venezuelas bei ihrem Versuch zu helfen, "sich von dem illegitimen Mafia-Staat des ehemaligen Präsidenten Maduro zu befreien".

Russland unterstützt hingegen den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro weiterhin. Moskaus Botschafter bei den UN, Vassily Nebenzia, sprach von einer "aggressiven Aktion der USA und ihrer Verbündeten, den gewählten Präsidenten Venezuelas zu vertreiben". Washington versuche, einen "Staatsstreich" zu arrangieren.

Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien hatten Maduro zuvor eine Frist von acht Tagen gesetzt, um freie und faire Wahlen anzukündigen. Guaidó, Chef des entmachteten Parlaments, hatte sich am Mittwoch zum Übergangspräsidenten Venezuelas ernannt.

(ce/dpa)

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