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Krise in Venezuela: Air France fliegt nicht mehr nach Caracas

21.2.2019 18:39 Uhr

Aus Sicherheitsgründen hat die französische Fluggesellschaft Air France mehrere Verbindungen zur venezolanischen Hauptstadt gestrichen. Aufgrund der politischen Krise seien "bestimmte" Flüge nach Caracas bis mindestens Montag abgesagt, so eine Sprecherin am Mittwochabend.

Betroffen seien unter anderem die Direktverbindungen von und nach Paris.

Bereits nach der umstrittenen Einsetzung einer Verfassungsversammlung zur Umgehung des Parlaments durch Präsident Nicolas Maduro im Juli 2017 hatte Air France vorübergehend Flüge nach Venezuela gestrichen.

Maduro weigert sich kategorisch

Der politische Machtkampf in Venezuela hatte sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. Parlamentspräsident Juan Guaido hatte sich Ende Januar zum Übergangspräsidenten ernannt. Seither erkannten rund 50 Staaten Guaido an, darunter Deutschland. Der umstrittene Staatschef Maduro kann sich bislang allerdings auf den Rückhalt der Armeeführung verlassen.

Oppositionsführer Guaido hat der Regierung eine Frist bis Samstag gesetzt, um hauptsächlich von den USA zur Verfügung gestellte Medikamente und Lebensmittel ins Land zu lassen. Die Hilfsgüter sind bislang in Kolumbien blockiert. Maduro weigert sich kategorisch, US-Hilfen ins Land zu lassen. Er sieht diese als Vorwand, um den Boden für eine US-geführte Militärintervention zu bereiten.

(sis/afp)