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Krise im Persischen Golf diplomatisch lösen

21.7.2019 17:44 Uhr

Der Oman hat in der Krise um den beschlagnahmten Öltanker im Persischen Golf Großbritannien und den Iran zu einer diplomatischen Lösung gedrängt. Man stehe mit mehreren Seiten in Kontakt, um die sichere Fahrt des Schiffs durch die Straße von Hormus zu garantieren, twitterte das omanische Außenministerium am Sonntag.

Die beteiligten Parteien müssten jetzt Zurückhaltung üben.

Sorge vor Eskalation

Die Festsetzung des unter britischer Flagge fahrenden Öltankers "Stena Impero" am Freitag hatte die Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts erneut vermehrt. Großbritannien hatte dem Iran zusammen mit den USA mit ernsthaften Konsequenzen gedroht. Die USA kündigten zur Abschreckung die Verlegung von Soldaten nach Saudi-Arabien an, dem Hauptrivalen des Irans in der Region.

Anders als die restlichen Golfstaaten pflegt der Oman weiterhin gute Beziehungen zum Iran. Dem Sultanat auf der Arabischen Halbinsel fällt es angesichts der verschärften Rhetorik gegen Teheran aber zunehmend schwer, die Rolle eines neutralen Vermittlers zu spielen. Auch in anderen Konflikten in der Region wie in Syrien, dem Jemen und der diplomatischen Krise mit Katar bemüht sich der Oman um Neutralität.

(an/dpa)

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