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Kreislauferkrankungen sind Todesursache Nr. 1 in der Türkei

24.6.2020 18:50 Uhr, von Andreas Neubrand

2019 starb jeder dritte Türke an den Folgen einer Kreislauferkrankung. Das geht aus Daten des türkischen Amts für Statistik (TÜIK) hervor.

Rund 36,8 Prozent der 435.941 Todesfälle im Jahr 2019 waren auf Erkrankungen des Kreislaufsystems zurückzuführen, gefolgt von Krebs mit 18,4 Prozent und Atemwegserkrankungen mit 12,9 Prozent.

Vor allem Tumore an Kehlkopf und Bronchien

Unter den Todesfällen aufgrund von Kreislauferkrankungen waren 39,1 Prozent auf ischämische Herzerkrankungen zurückzuführen, während 22,2 Prozent auf zerebrovaskuläre Erkrankungen zurückzuführen waren.

Die meisten Todesfälle durch Krebs waren auf bösartige Tumore im Kehlkopf, den Bronchien oder in der Lunge zurückzuführen. Am stärksten von den Kreislauferkrankungen war die Altersgruppe der 75- bis 84-Jährigen. Krebs trat hauptsächlich in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen auf.

Mehr Männer gestorben

In der Provinz Aydin (47,2 Prozent) traten die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Kreislauferkrankungen auf, gefolgt von der Provinz Denizli (47,0 Prozent) in der Ostägäis. Bei der Zahl der Krebstoten führt Istanbul mit 22,2 Prozent, gefolgt von der Provinz Tekirdag (22,1 Prozent). Laut TÜIK waren im Jahr 2019 54,6 Prozent der Todesfälle in der Türkei männlich.

Die höchste Sterblichkeitsrate hatte die Schwarzmeerprovinz Kastamonu mit 9,9 Todesfällen auf 1.000 Einwohnern. Danach folgt die Provinz Sinop mit 9,3 Toten auf 1.000 Einwohnern. Die Sterblichkeitsrate von Säuglingen lag im Jahr 2019 bei 9,1 von 1000 Lebendgeburten und die Kindersterblichkeit bei 9,3 je 1000.

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